Die Geschichte des Waldgebietes Hühnerheide und der Besiedlung des Ortsteils Oberhausen-Schmachtendorf.


Schmachtendorf ist ein Stadtteil Oberhausens im Norden der Stadt, an der Grenze zu Dinslaken-Hiesfeld. Seine Geschichte beginnt 1749, als sich dort ein Soldat aus Wesel als Siedler niederließ. Allerdings hat sich erst ca. 100 Jahre später dort ein kleines Dorf entwickelt.


Zitat aus der Amtskarte von 1736: "Die Hühnerheide liegt in einem Parzell zusammen und besteht durchaus, mit Ausnahme weniger Niedrigungen, aus Sandboden, welcher zum Teil eine Unterlage von Kies, zum Teil eine Unterlage aus Lehm hat. Obzwar gleich die Lage eben und das Klima so günstig ist, so liegt der Teilungsgegenstand im Durchschnitt der Entfernung von einzelnen Bauernhöfen, welche den Kommunalverband von Hiesfeld bilden, doch immer dreiviertel bis eine Stund entfernt und ist also der Entfernung wegen zu nichts weiter als zu Holz-Kulturen und zur gemeinschaftlichen Hute und Plaggenmahd von seitens der Eingesessenen zu benutzen".


Dem Schmachtendorfer Heimatforscher Karl Lange zufolge war dieses Wald-Heidegebiet Heimat zahlreicher Wildhühner. So erhielt es seinen Namen. Die Hühnerheide umfasste um 1781 ein großes Gebiet von 2.116 Morgen.


Im frühen 19. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Nutzungsberechtigten und dem königlich-preußischen Staat. Eine Einigung erfolgte am 18.02.1826 dahingehend, dass die Hühnerheide wie folgt aufgeteilt wurde: Ein Drittel (die Waldfläche) gehörte nunmehr dem Staat, während sich die Eingesessenen von Hiesfeld, die Bürgerschaft von Holten und einige wenige Sterkrader Bürger die anderen zwei Drittel teilten.
Das Gebiet der heutigen Hühnerheide umfasst nur noch knapp 130 ha und befindet sich seit dem 01.12.1964 als Naherholungsgebiet im Besitz der Stadt Oberhausen.


Weitere Informationen zur Geschichte Schmachtendorfs erhalten Sie beim Verein für Verkehr und Heimatkunde Oberhausen-Schmachtendorf e.V.


Auch war die Hühnerheide schon immer ein sehr begehrtes Jagdgebiet. Vor gut 100 Jahren gab es noch einen sehr großen Rotwildbestand. Beispielsweise wurde im März 1896 ein Zwölfender von 240 Pfund Gewicht (ohne Geweih) erlegt, im November desselben Jahres ein Achtender Rehbock. Im Jahr 1897, ebenfalls im November, wurde ein Zehnenkroner von 184 Pfund erlegt. Auch noch heute ist die Hühnerheide als Jagdrevier verpachtet.
Wildhuhn

 



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